Was ist ein Opfer?
Das Opfer, das für Personen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, im Islam von großer spiritueller Bedeutung ist, stellt für jeden Muslim eine grundlegende Pflicht dar, die erfüllt werden muss. Die Antwort auf die Frage„Was ist ein Opfer?“, die viele Menschen beschäftigt, wird in der religiösen Literatur und in den Quellen der islamischen Rechtswissenschaft sehr klar umrissen. In diesem Artikel werden anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, die aus anerkannten Werken zusammengetragen wurden, die Definition des Opfers, die Rechtsvorschriften zum Opfer sowie die spirituellen Warnungen behandelt, die bei Nichtbeachtung dieser Pflicht drohen.
Was ist ein Opfer im Islam und wie wird es definiert?
Die Frage, was ein Opfer im religiösen Sinne ist, bezieht sich auf bestimmte Tierarten, die am zehnten, elften und zwölften Tag sowie in der elften und zwölften Nacht des Monats Zilhicce mit der Absicht der Gottesverehrung und der Annäherung an Allah geschlachtet werden. Im Kern dieses Gottesdienstes liegt die Unterwerfung unter Allahs Gebot und der Wunsch, sich Ihm zu nähern.

Den Quellen zufolge sind die folgenden fünf Tierarten für das Opfer zulässig:
- Schafe und Ziegen: Sie müssen mindestens ein Jahr alt sein.
- Rinder und Büffel (Câmûs): Sie müssen mindestens zwei Jahre alt sein.
- Kamel: Es muss mindestens fünf Jahre alt sein.
Regelung zum Opfer: Ist das Opfern eine Pflicht?
Nach islamischem Recht ist das Opfergebot verbindlich. Jeder freie und ansässige Muslim, der nach Deckung seiner lebensnotwendigen und grundlegenden Bedürfnisse sowie seiner Schulden über das erforderliche Vermögen verfügt, ist verpflichtet, einmal im Jahr ein Opfer zu bringen. In den von M. Hulûsi zusammengestellten Informationen wird darauf hingewiesen, dass diese gottesdienstliche Handlung für jeden, der dazu in der Lage ist, eine religiöse Pflicht darstellt.
Die spirituelle Verantwortung, kein Opfer zu bringen
Der Prophet (Friede sei mit ihm) hat ernsthafte Warnungen an diejenigen gerichtet, die kein Opfer darbringen, obwohl sie dazu in der Lage wären. In einem Hadith wird die Situation derjenigen, die die Mittel dazu haben, aber kein Opfer darbringen, wie folgt beschrieben:
Arabisch: Wer die Möglichkeit hat und dennoch nicht opfert, der soll sich unserer Gebetsstätte nicht nähern.
Bedeutung: „Wenn jemand die Mittel hat, ein Opfer zu bringen, es aber nicht tut, soll er sich unserer Moschee (also uns) auf keinen Fall nähern.“
Zudem wurde gewarnt, dass diejenigen, die diese Pflicht vernachlässigen, am Tag des Gerichts „keine Fürsprache von uns erhalten“ und somit dieser großen frohen Botschaft beraubt werden könnten. Dies zeigt, wie wichtig die Antwort auf die Frage ist, ob das Opfer eine Pflicht ist.
Die Bedeutung und der Sinn des Opferrituals im Islam
Das Opfer wurde angeordnet, damit es am Tag des Gerichts, ohne Unterschied zwischen Alt und Jung, Mann und Frau, als Quelle des Verdienstes dient. Die religiöse Pflicht ist erst dann erfüllt, wenn ein Tier geschlachtet und sein Blut vergossen wird, das die für das Opfer erforderlichen Eigenschaften aufweist. Die Zahlung des materiellen Gegenwerts als Almosen befreit nicht von der Pflicht, das Opfer rechtzeitig zu vollziehen.
Hinweis: Der Verein „İla“ informiert über die vorschriftsmäßige Durchführung des Opferrituals gemäß den Regeln der islamischen Rechtswissenschaft sowie über soziale Aktivitäten in diesem Bereich. Weitere Informationen finden Sie unter https://iladernegi.org/kurban/.