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Ma'ruf (das Gute) und Munker (das Böse)

Ma’ruf ist eine Handlung, die nach dem Heiligen Koran oder den Vernunftbegabten getan werden muss und deren Existenz als besser angesehen wird als ihre Nichtexistenz, die also als gut (mustahsan) betrachtet wird. Kurz gesagt, alles, was unsere Religion und der Verstand als gut ansehen, wird Ma’ruf genannt. Alles, was der Islam und der Verstand als hässlich und schlecht ansehen, wird als Munker bezeichnet.

Die Vorzüglichkeit, das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten

Das Urteil über das Gebieten des Guten und das Verbieten des Bösen wird im 104. edlen Vers der Sure Al-Imran wie folgt ausgedrückt.

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„Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt, das Ma’ruf (Gute) gebietet und das Munker (Böse) verbietet. Das sind diejenigen, die erfolgreich sein werden.“

Dieser edle Vers drückt aus, dass es eine Pflicht (Fard) ist, das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten. Denn „soll werden“ ist ein Befehl. Die äußere Bedeutung des Befehls drückt eine Pflicht (Wudschub) aus.

Darüber hinaus gibt es in diesem edlen Vers einen Hinweis darauf, dass diese Pflicht nicht Fard al-‚Ayn (individuelle Pflicht) ist, sondern Fard al-Kifaya (kollektive Pflicht). Denn im erhabenen Vers wurde gesagt: „Ein Teil von euch soll diese Pflicht erfüllen.“ Das bedeutet: „Wenn es in einer Gemeinschaft diejenigen gibt, die diese Pflicht erfüllen, fällt diese Verantwortung von den anderen ab.“ Wenn es jedoch niemanden gibt, der diese Pflicht erfüllt, sind alle gemeinsam verantwortlich.